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Blumenkohlpflanzen – leckers Gemüse, aber anfällig für Schädlinge

Ursprünglich ist der Blumenkohl in Kleinasien beheimatet und wurde erst im 16. Jahrhundert nach Europa gebracht. Seinen Namen bekam er durch sein weißes, Röschen bildendes Fruchtfleisch, welches ähnlich aussieht wie eine Blume.

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Inzwischen sind die Blumenkohlpflanzen nicht mehr aus dem Feldanbau wegzudenken. Die Kohlart wurde zu einem beliebten Gemüse, weil es sehr schmackhaft und leicht zuzubereiten ist. Wer weiß, wie Blumenkohl anzupflanzen ist und über einen idealen Standort in Kombination mit dem richtigen Boden verfügt, kann sich seine Blumenkohlpflanzen auch zuhause ziehen. Nachdem es verschiedene Sorten gibt, lässt sich die Kohlart mehrmals im Jahr ernten. Trotzdem ist die Zucht von Blumenkohlpflanzen nicht gerade einfach, weshalb Hobbygärtner lieber zu kleinen Pflänzchen greifen.

Blumenkohlpflanzen – pflegen & pflanzen

Schmackhaft sind Blumenkohlpflanzen auf jeden Fall, aber ihr Anbau ist nicht immer einfach. Nicht nur, dass sie einiges an Pflege benötigen, zudem sind sie auch noch anfällig für viele Schädlinge, die sich gerne in Kohlpflanzen einnisten. Inzwischen sind auch Hybriden im Handel erhältlich, bei denen die Anfälligkeit für Schädlinge nicht mehr so hoch ist. Mit ein wenig Ansporn und Motivation kann es aber jedem Hobbygärtner gelingen, sich sein eigenes Gemüse aus den Blumenkohlpflanzen zu züchten.

Aussat – ab August

aussaat Wer seine Blumenkohlsamen kauft, kann diese bereits im August aussähen. Dabei gilt es allerdings darauf zu achten, dass die kleinen Blumenkohlpflanzen im Winter gut geschützt sind. Handelt es sich aber um selbst gewonnene Samen aus den Blütenständen, die sich ab August an den Blumenkohlpflanzen bilden, so können diese direkt ab Anfang April bis Anfang Juni ins Gartenbeet. Dort pikiert sie der Gärtner dann auch, was allerdings etwas Aufwändiger ist. Allgemein ist für die Aussaat wichtig, dass der Boden gut temperiert ist und aus nährstoffreicher Erde besteht. Viele schwören hier beispielsweise nicht nur auf gute Erde aus dem Garten, sondern auch auf Mist- oder Dungerde. Dabei muss die Erde die Samen ungefähr zwei Zentimeter bedecken und ist ständig feucht zu halten.

Pflanzzeit – ab Anfang April

pflanzzeit Die Pflanzzeit ist beim Blumenkohl, genauso wie die Ernte, abhängig von der Sorte. Frühe Blumenkohlpflanzen können bereits zu Beginn des Monats April vom Pflanztopf in das Beet, spätere Sorten hingegen erst ab Juni.

Standort – sonnig bis halbschattig

standort Blumenkohlpflanzen lieben die Sonne, weshalb ihr Standort gut gewählt sein will. Ideal ist ein Plätzchen, dass sowohl Vollsonne bietet, aber auch eine Zeit lang im Halbschatten liegt. Bis zur Blüte wird eine tägliche Sonnenscheindauer von sechs Stunden für die Blumenkohlpflanzen empfohlen. Zusätzlich sollte der Standort windgeschützt sein, denn das Gemüse ist empfindlich gegen Zugluft. Perfekt ist natürlich der Anbau in einem Gewächshaus, aber die Blumenkohlpflanzen lassen sich auch ohne dieses gut kultivieren.

Pflanzenabstand – 40 bis 80 cm

pflanzenabstand Die Blumenkohlpflanzen nehmen während des Wachstums gut an Umfang zu, weshalb sie nicht zu dicht nebeneinanderstehen sollten. Grundsätzlich ist der Pflanzenabstand von zwei Blumenkohlpflanzen auch von deren Sorte abhängig. Es git Sotren, wie beispielsweise den „Erfurter Zwerg“, der lediglich einen Abstand von 40 Zentimetern zur nächsten Pflanze benötigt. Der „Walcherer Winter“ hingegen kommt ohne einen Mindestabstand von 80 Zentimetern nicht aus. Deshalb wird für Blumenkohlpflanzen generell ein Pflanzenabstand von 40 bis 80 Zentimeter oder mehr empfohlen. Je größer der Abstand zwischen den einzelnen Pflanzen ist, desto leichter fällt auch das Auflockern des Bodens und das Mulchen.

Blütezeit – nach der Erntezeit

bluetezeit Wird der Blumenkohl nicht geerntet, bildet er Blütenstände aus, die Samen enthalten. Normalerweise erreicht ein Blumenkohl dieses Stadium nicht, weil das Gemüse sonst für den Verzehr nicht mehr geeignet ist.

Pflegeaufwand – mittel bis hoch

pflegeaufwand Je nachdem ob die Blumenkohlpflanzen aus Samen gezogen oder schon als Jungpflanzen gekauft wurden ,ist der Pflegeaufwand unterschiedlich. In Ersterem Falle ist er als hoch anzusetzen, denn neben der Aussaat, muss noch das Pikieren und das Auspflanzen erfolgen. Danach benötigen die Blumenkohlpflanzen auch regelmäßig die Aufmerksamkeit des Gärtners. Zum einen benötigen sie genügend Flüssigkeit und zum anderen muss er ständig nachsehen, ob sich nicht Schädlinge an den Blumenkohlpflanzen festgesetzt haben. Idealerweise erfolgt bei einer Freilandpflanzung das Abdecken mit einem Gemüsenetz, damit viele Schädlinge nicht an den Blumenkohl herankommen.

Wasserbedarf – hoch

waesserung Grundsätzlich haben Blumenkohlpflanzen einen hohen Wasserbedarf. Sie benötigen diesen nicht nur, damit sich ihre Früchte gut entwickeln können, sondern auch zur Abwehr von Schädlingen. Ist die Erde um den Blumenkohl nämlich nicht trocken, sondern feucht, schreckt dies einige Schädlinge, wie beispielsweise die Erdflöhe ab. Deshalb sollte der Gärtner seine Blumenkohlpflanzen regelmäßig und ausdauernd gießen. Für die Nährstoffzufuhr kann dabei auch gelegentlich Jauche, beispielsweise aus Brennnesseln zum Einsatz kommen.

Lebensdauer – einjährig

lebensdauer Blumenkohlpflanzen sind generell einjährig, denn mit der Ernte verlieren sie ihre Kraft. Deswegen muss jemand, der jedes Jahr Blumenkohl erneten möchte, immer wieder neue Pflanzen ausbringen.

Erntezeit – ab Juni

erntezeit Je nachdem um welche Blumenkohlsorte es sich handelt, fängt die Erntezeit der Kohlpflanze früher oder später an. Bestimmte Sorten der Blumenkohlpflanzen haben ihren Erntezeitpunkt schon im Juni erreicht, andere hingegen erst im August. Sie lassen sich dann fortlaufend ernten, sollten aber vorher noch einmal gut mit Wasser versorgt sein. Generell reift Blumenkohl nicht immer zur gleichen Zeit, auch wenn er zusammen ausgepflanzt wurde, weshalb der Gärtner über einen längeren Zeitraum immer frischen Blumenkohl zur Verfügung hat. Wer die Blumenkohlpflanzen an einem schattigen und kühlen Ort, direkt nach der Ernte, an den Wurzeln aufhängt, so dass die Knolle nach unten zeigt, sorgt dafür, dass die Pflanze länger frisch bleibt. Alternativ lassen sich reife Blumenkohlpflanzen auch im dunklen Keller oder im Gemüsefach vom Kühlschrank ein paar Tage aufbewahren.

Pflegehinweise – Pikieren

Generell kauft sich ein Hobbygärtner wohl er kleine Blumenkohlpflanzen und setzt diese in seinen Garten. Einfach deshalb, weil es viel weniger Arbeit macht, als das Gemüse selbst auszusähen, zu pikieren und dann noch auszupflanzen. Trotzdem ist es für den Laien durchaus möglich, sich seine eigenen kleinen Blumenkohlpflanzen zu ziehen. Diese sind dann zusammen im sogenannten Saatbeet und sind nach ungefähr vier Wochen zu pikieren. Darunter versteht sich das Verziehen der einzelnen Blumenkohlpflanzen, nach dem dichten aussähen. Hier ist ein Mindestabstand von vier bis acht Zentimetern unbedingt notwendig, damit sie die kleinen Pflänzchen gut entwickeln können. Dafür eignen sich nicht nur sogenannte Pikierschalen oder Saatkästen, sondern auch Pflanztöpfe im Gewächshaus. Alternativ ist auch das Pikieren in Früh- oder Saatbeete möglich. Hierbei handelt es sich um Glas- oder Holzkästen, die den Blumenkohlpflanzen einen Windschutz bieten und mit guter Erde für die Anzucht gefüllt sind. Für den Winter lassen sie sich auch leicht mit Reisig oder Decken abdecken. Optimaler allerdings sind beheizte Gewächshäuser, denn dort nehmen die Jungpflanzen auf keinen Fall Schaden. Manche Gärtner oder Bauern schören auch auf das sogenannte Ballieren. Hier geschieht das Auspflanzen in einem kleinen Topf oder die Wurzeln sind mit Jutegwebe umwickelt. Verziehen sollte der Gärtner nur die Jungpflanzen, die sich am besten entwickelt haben, alle anderen können auf den Kompost oder in die Biotonne.

Vermehrung

Die Vermehrung von Blumenkohlpflanzen lässt sich nur mittels Aussaat vornehmen. Wer sich keine Samen im Gartenfachhandel kaufen möchte, kann sich diese selbst sammeln, wenn er bereits Blumenkohlpflanzen im Garten hat. Diese bilden nach der Erntezeit Blütenstände aus, die Samen enthalten. Dafür darf aber der Kopf nicht entfernt werden. Das Sammeln der Samen ist nicht gerade einfach und wird deshalb Laien nicht empfohlen.

Dünger und Pflanzsubstrat

Während der Wachstumsphase benötigen Blumenkohlpflanzen der Reihe nach frischen Dünger, weil sie viele Nährstoffe benötigen. Als ideal haben sich hier organische Dünger erwiesen, wie zum Beispiel Stallmist aus biologischer Haltung oder Kompost. Alternativ funktioniert auch Flüssigdünger recht gut. Wichtig ist, die Blumenkohlpflanzen regelmäßig und nicht zu viel auf einmal zu düngen. Vor dem Auspflanzen hat es sich noch bewehrt die Erde mit Gartenkalk oder Holzasche zu vermischen, damit sie mehr Nährstoffe enthält. Wer es gerne Natürlich mag, kann seine Blumenkohlpflanzen gelegentlich auch mit Jauche (Brennessel, Rind oder Geflügel) gießen und Hornspäne zur Kopfdüngung verwenden. Diese dienen dann als Stickstoffgabe für ein besseres Wasser.
 
Blumenkohlpflanzen gehören zu den Starkzehrerern, welche große Ansprüche an den Boden stellen in dem sie stehen. Ideal ist hier ein nährstoffreiches, humoses und tiefgründiges Pflanzsubstrat, dass zudem kalkhaltig und stickstoffreich sein sollte. So bekommen die Blumenkohlpflanzen während ihrer Wachstums- und Blühpflanze genügend Energie. Wichtig ist zudem ein Boden, der nicht sauer ist, denn dieser entzieht dem Kohl die Energie und er entwickelt sich nicht optimal. Deshalb empfiehlt es sich, den pH-Wert vorab zu prüfen. Ist der Boden zu sauer, lässt sich dies regeln, indem das Pflanzsubstrat mit Holzasche oder Kalk vermengt wird. Ein lockerer und Boden ist ebenfalls wichtig. Nicht nur dafür, dass die Blumenkohlpflanzen gut wachsen können, sondern auch als Schutz gegen Schädlinge. Das Ausbringen von Mulch kann vorteilhaft sein, denn dieser hält die Feuchtigkeit im Boden und schützt vor Austrocknung.

Krankheiten und Schädlinge

Kohlarten sind generell anfällig für Schädlinge und deshalb bleiben auch Blumenkohlpflanzen leider nicht von ihnen verschont. Sie können den Blumenkohl erkranken lassen und schwächen. Viele Gärtner besprühen ihre Blumenkohlpflanzen vorsorglich mit Neem, ander hingegen pflanzen Basilikum und Tagetes als Begleitpflanze, denn ihr Geruch wirkt abstoßend auf die Insekten. Von Krankheiten hingegen bleibt der Kohl meist verschont, lediglich die Kohlhernie kann ihm gefährlich sein. Was genau gegen die häufigsten Schädlinge und die Kohlhernie hilft, ist hier im Detail erklärt.

Kohlfliege

Die Kohlfliege befällt bereits den Wurzelhals der Blumenkohlpflanzen, wenn sie im Juni ihre Eier ablegt. Nachdem die Maden der Kohlfliege dann geschlüpft sind, ernähren sie sich von den Wurzeln und schwächen die Pflanze dadurch, dass sie durch die fehlenden Wurzeln keine Nährstoffe mehr aufnehmen kann. Wer seine Blumenkohlpflanzen vor der Kohlfliege schützen möchte, muss zeitig nach dem Auspflanzen zur Tat schreiten. Ein Gemüsenetz, direkt über die jungen Pflanzen ausgebreitet, kann den Kohl vor dem Schädling schützen. Anderer Gärtner hingegen schwören auf Krägen aus Plastik oder Pappe, die sie um die Wurzelhälse legen. Alternativ kann auch Gesteinsmehl helfen, das an den Wurzelhälsen der Blumenkohlpflanzen ausgestreut wird.

Kohlweißling

Diese Schmetterlingsart vergreift sich, genauso wie die Kohlrüben-Blattwespen gerne an den Blumenkohlpflanzen. Eigentlich ist der Kohlweißling schön anzusehen und jeder freut, sich wenn er einen Schmetterling sieht, aber für junge Blumenkohlpflanzen ist er alles andere als erfreulich. Die Blattunterseiten dienen dem Insekt als Eiablage, denn dort kann er sie leicht abstreifen. Sind die Larven erst einmal geschlüpft, so vernichten sie innerhalb kürzester Zeit die ganzen grünen Blätter der Blumenkohlpflanzen und schwächen dadurch die Pflanze. Ein Gemüse- oder Vogelschutznetz kann hier einen Befall verhindern, ebenso wie den der Blattwespen, der Drehherzmücke und der Ritterwanzen. Diese und andere Insekten lassen sich nämlich auch zu gerne auf den jungen Blumenkohlpflanzen nieder.

Erdflöhe

Erdflöhe finden sich eigentlich überall, aber der Blumenkohl zieht sie wie magisch an. Nachdem die kleinen Tierchen Trockenheit lieben, kommen sie meist dann zum Vorschein, wenn der Boden nicht gut genug gewässert ist. Harken und Hacken des Bodens, wenn er nicht von Haus aus locker ist, kann ebenso gegen den Befall von Erdflöhen vorbeugen. Einige Bauern schwören auch auf Mulch, der angeblich die Erdflöhe vertreibt.

Kohlhernie

Die Kohlhernie gehört zu den Pilzkrankheiten und befällt alle Kohlarten. Blumenkohlpflanzen bilden hier leider bislang keine Ausnahmen. Bei der Kohlhernie handelt es sich um einen glitschig-schleimigen Pilz, der von unten den Wurzelstrunk des Blumenkohls auffrisst. Deshalb ist es unabdingbar alle Pflanzen, die von der Kohlhernie betroffen sind, sofort und inklusive dem Strunk auszureißen und zu vernichten. Beete, auf denen Pflanzen standen, die mit der Kohlhernie befallen waren, sollten eigentlich sieben Jahre nicht mehr als Anbauort für Kreuzblütler dienen. Allerdings gibt es inzwischen resistente Blumenkohlpflanzen, wie die Züchtung Clapton, die gegen diese Krankheit immun sind.